Der Heilige Georg - Pfarrpatron von Klein

In der Urkirche war es üblich, die Gotteshäuser nach dem Namen der dort begrabenen Märtyrer zu unterscheiden. Daraus entwickelte sich im Mittelalter der Brauch, jede Kirche einem bestimmten Heiligen oder Märtyrer zu weihen.
Der hl. Georg war im Mittelalter ein besonders verehrter Heiliger, weshalb er häufig als Kirchenpatron gewählt wurde. Ein Georgs-Patrozinium deutet in der Regel auf Bestand der betreffenden Kirche bereits im Mittelalter hin, was sich im Falle von Großklein bestätigen lässt.
Über das tatsächliche Leben des hl. Georg gibt es keinen Nachweis. Er soll aus Kappadokien in Kleinasien gestammt und ein hoher römischer Offizier gewesen sein. Wegen seiner christlichen Glaubensüberzeugung soll er gefoltert und schließlich im Jahr 303 geköpft worden sein. In der Legende befreit er eine Königstochter und eine ganze Stadt von einem Drachen, der alle Bewohner zu verschlingen drohte. Als Gegenleistung für die Vernichtung des Drachens verlangte Georg die Bekehrung aller zum christlichen Glauben. Der hl. Georg gilt als Kämpfer gegen das Böse und als Besieger des Teufels. Seine Verehrung ist seit dem 7. Jahrhundert nachweisbar, er gilt als Schutzheiliger für die Soldaten, Ritter und Kreuzfahrer, er ist auch der Patron der Bauern, des Viehs, vor allem der Pferde, er gilt als Fürsprecher der armen Seelen im Fegefeuer und als Schutzheiliger der Spitäler.

Koerbler